Einsatz von Anolyte Lösung in der Geflügelhaltung
Praktischer Versuch
Aufgabenstellung:
Aufgrund unserer besonderen Wirtschaftsweise als anerkannter Bioland Betrieb ist nach den Richtlinien jegliche Anwendung von chemischen Desinfektions- oder Tierbehandlungsmittel, sowohl zur vorbeugenden, als auch zur akuten Behandlung mit Antibiotika als Beimischung im Futter verboten.
Da die Tiere, bedingt durch Bodenhaltung im Stall und des ausreichenden Auslaufs im Freien (Obstgarten), untereinander unmittelbar in Berührung kommen, und den natürlichen Gegebenheiten, Verwurmung und Salmonellenübertragung durch Vögel, ausgesetzt sind, ist die Gefahr einer Infektion sehr groß. - - -
Mit herkömmlichen Mitteln ist eine effektive Behandlung kaum möglich. Das Auftreten einer Seuche kann zum Verlust des gesamten Tierbestandes führen.
Testmethode:
Für die Anwendung von Anolyte in der vorbeugenden Behandlung von Legehennen gab es noch keine Erfahrungen. Es wurde eine Einmischung ins Trinkwasser in Erwägung gezogen. Vor der Einstallung von 1.000 achtzehn Wochen alten Junghennen wurde der Stall mit einer 1%igen Anolyte Lösung mittels Hochdruckreiniger gereinigt und desinfiziert. Da es keine Vergleichsgruppe gab, kann der Test nicht als auswertbarer Versuch angesehen werden.
Testdurchführung:
Eine Woche nach der Neueinstallung der Tiere wurde am 15. und 16. Januar die erste Behandlung durchgeführt, die sich dann im dreimonatigem Rhythmus wiederholte. Auf zwei aufeinander folgenden Tagen wurden jeweils 2 Liter Anolyte in den Wasserbehälter von 100 Liter gegeben, was einer Konzentration von 1:50 entspricht. Das Trinkwasser wird durch die Lösung weder geschmacklich noch farblich verändert, und somit von den Tieren wie normal aufgenommen. Eine eventuelle Reaktion auf die Behandlung konnte nicht festgestellt werden.
Testergebnisse:
Eine Kontrollgruppe gibt es nicht, so dass die Ergebnisse an den bisherigen Erfahrungen aus der Legehennenhaltung der vergangenen zehn Jahre gemessen werden müssen.
1. Die Tiere sind im äußeren Erscheinungsbild vitaler und haben ein besseres Federkleid
2. Die Tierverluste sind bis zum jetzigen Zeitpunkt (11 Monate nach Beginn) mit nur 2,5% des Anfangsbestandes, wobei die meisten Tiere Raubvögel oder Füchse im Auslauf (Waldnähe) geholt wurden, geringer als in Vorjahren mit 4-5%.
3. Die Legeleistung der Tiere ist bei gleich bleibenden anderen Bedingungen (Stall, Auslauf, Futter, Licht) höher, vor allem konstanter. Zu Legebeginn, Ende Januar-Februar erreichte die Leistung Monatsdurchschnittswerte von 92%, und lag noch im November, nach zehn Monaten Legeperiode bei über 76%.
4. Nach einer Legepause von 6 Wochen (Anfang Januar bis Mitte Februar) sind die Tiere durchaus in der Lage, eine zweite Legeperiode von 10-11 Monaten durchzustehen, welches in den Vorjahren nur bedingt möglich war.
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Schlussfolgerung:
Aufgrund der annähernd einjährigen Erfahrung mit der Anwendung der ANOLYT Lösung in der Legehennenhaltung wird diese Methode der Gesundheitskontrolle in der Praxis als zur Zeit einzig sichere Möglichkeit angesehen, den Tierbestand gesund und vital zu erhalten, und die Richtlinien des biologischen Landbaues zum Einsatz von Tierbehandlungsmitteln zu erfüllen.
Die geringen Kosten für die Behandlung stehen in einem äußerst günstigen Verhältnis zu den insgesamt höheren Leistungen, zu dem der sichere Schutz vor Seuchen noch hinzu kommt. Durch höhere Leistung und geringere Verluste wurde ein höheres wirtschaftliches Einkommen erzielt.
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